Liebe Internet-Freunde,

den ARD-Ratgeber Internet gibt es nur etwa alle vier Wochen – in der Zwischenzeit kann viel passieren. Macht nichts, denn dank Update bleiben Sie in der Zwischenzeit auf dem Laufenden: In dem wöchentlichen Videoblog berichtet ARD-Internetexperte Jörg Schieb, was in der Woche Spannendes passiert ist: Neue Trends, aktuelle News und interessante Fundstellen – alles, was Sie wissen müssen.

24.07.2014 09:55

Sichere Cloud, Flightradar und ungewöhnliches Gemüse

In der letzten Sendung des ARD Ratgeber Internet haben wir über die Cloud berichtet. In diesem Zusammenhang habe ich sichere Alternativen wie Spideroak und Wuala erwähnt. Beide Cloud-Dienste verfolgen die Zero Knowledge Strategie, und das bedetet: Der Anbieter weiß nichts über seine Kunden. Er kennt das Passwort nicht (und kann es auch nicht zurücksetzen), er kennt die Schlüssel nicht, und die Daten landen komplett verschlüsselt auf den Servern. Selbst Dateinamen oder Ordner sind nicht zu erkennen. Die Verschlüsselung findet vollständig auf den Endgeräten statt. Völlig unmöglich, auf diese Weise gespeicherte Daten einzusehen, selbst für Mitarbeiter der Onlinedienste oder Geheimdienste.

Wuala hat Server in der Schweiz, in Frankreich und Deutschland – und unterliegt damit auch noch EU-Datenschutzrecht. Spideroak hat seine Server in Kalifornien. Whistleblower Edward Snowsden empfiehlt Spideroak. Vermutlich aus einem nach wie vorhandenen Patriotismus, denn Quala ist technisch ganz ähnlich – aber eben mit Sitz in Europa. Beide Onlinedienste lassen sich komfortabel nutzen, man kann Backups machen, Dateien speichern oder auch Ordner synchronisieren, je nach Bedarf. Wer lieber Dropbox oder Onedrive oder Google Drive nutzt, der sollte auf jeden Fall Boxcryptor verwenden, um die Daten sicher zu verschlüsseln. Auch schon recht gut, aber nicht so sicher wie Wuala und Spideroak.

Die französische Supermarktkette Intermarché hat einen guten Einfall gehabt. Die Franzosen kaufen Gemüse und Obst, das sonst auf dem Müll landet, weil es ungewöhnlich aussieht, nicht normgerecht, und verkauft dieses “hässliche” Obst und Gemüse 30% günstiger als die normgerechten Früchte. Und siehe da: Das Ganze ist ein ungeheurer Erfolg. So wie auch das Video dazu. Viel Spaß beim Anschauen!

Liebe Grüße,
Ihr Jörg Schieb

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14.07.2014 13:33

Google verzichtet auf Klarnamen, GCHQ infiltriert das Netz und Schnell-Cooler für Dosen

Google hat überraschend bekanntgegeben, ab sofort auf Klarnamen in Google+ zu verzichten. User können jetzt auch ganhz offiziell Pseudonyme verwenden. Das ist insofern überraschend, weil Google bei seinem sozialen Netzwerk Google+ von Anfang an striktur auf Klarnamen bestanden hat. Jeder Versuch, sich mit einem Pseudonym anzumelden, wurde von Google abgemahnt. Erst nach und nach hat sich Google bereit erklärt, wenigstens Künstlernamen sowieso Marken und Firmennamen in Google+ zuzulassen.

Alle Gegner von Klarnamen – und davon gibt es reichlich – dürften sich angesichts dieser Nachricht freuen. Denn jetzt ist Facebook der einzige große Onlinedienst, der zumindest offiziell nach wie vor auf Klarnamen besteht. In Fachkreisen wird nun die Frage diskutiert: Was hat Google dazu getrieben, die bisherige Haltung aufzugeben? Wieso sind plötzlich Klarnamen erlaubt? Mögliche Gründe: Google+ ist nicht so erfolgreich wie von Google ursprünglich geplant und gedacht. Außerdem hat Google eingeführt, dass Youtube-Videos nur noch mit Google+-Account kommentiert werden können – und das hat viele Youtuber gestört, eben weil Klarnamenzwang besteht.

Dass die NSA unverfroren im Netz stöber, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Nichts scheint vor den nimmersatten Schlapphüten der NSA sicher zu sein. Aber auch der britische Geheimdienst GCHQ ist nicht ohne: Wie aus dem Umfeld von Whistleblower Edward Snowden jetzt bekannt wurde, spioniert der GCHQ nicht nur, sondern manipuliert auch gezielt Onlineinhalte, etwa Votings. Man kennt das aus Hollywood-Filmen: Da sind Geheimdienstler gewöhnlich auch nicht nur damit beschäftigt, den Gegner auszuspionieren – sie jubeln dem Bösewicht auch gerne schon mal was unter. Und der muss am Ende dafür bluten. In der Realität ist es offensichtlich genauso.

Hollywood übertreibt leider kein bisschen: Die Briten verfügen laut The Intercept über spezielle Software, um solche Manipulationen durchzuführen. Außerdem kann der GCHQ auch Inhalte von Videoplattformen zensieren und sogar das Netz mit Propaganda fluten. Der Snowden-Vertraute Glenn Greenwald beschreibt die Möglichkeiten der GCHQ-Software bis ins Detail. Eine genaue Beschreibung findet sich hier. So funktioniert Propaganda im 21. Jahrhundert: Die Mächtigen manipulieren die Medien – weltweit.

Wie kriegt man eine Dose Cola oder Flasche Bier besonders schnell und effektiv gekühlt? In diesem Video gibt es brauchbare Tipps. Alles, was man dazu braucht: Eine Schüssel, etwas Wasser, ein  paar Eiswürfel und eine Prise Salz. Danach die Dose für zwei Minuten ins Wasser gelegt – und sie ist eiskalt. Genau das Richtige für heiße Temperaturen.

Liebe Grüße,
Ihr Jörg Schieb

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09.07.2014 17:53

Tor-Nutzer gefährdet, neue Smartphones und teurer Kartoffelsalat

Eigentlich soll das Tor-Netzwerk helfen, anonym im Netz unterwegs zu sein. Eine legale Methode, sich eine Tarnkappe aufzusetzen. Aber eine Methode, die die nimmersatten Schlapphüte der NSA nur noch neugieriger machen als sonst ohnehin schon. Mittlerweile ist bekannt: Wer das Tor-Netzwerk nutzt, der wird von der NSA besonders intensiv beobachtet – das gilt insbesondere für alle, die selbst so ein Tor-Netzwerk betreiben. Wer auf Nummer Sicher gehen will, verschlüsselt vertrauliche Daten.

Die Hersteller von Smartphones lassen sich was einfallen. Das für Herbst erwartete iPhone 6 von Apple soll mit Saphirglas ausgerüstet sein – und das ist unkaputtbar. Selbst Schlüssel oder Messer können diesem ultraharten Glas nichts anhaben, wie ein amerikanischer Insider zeigt. Und auch Sony hat sich was einfallen lassen, um Smartphone-Fans zu begeistern. Das neue Xperia C3 verfügt über eine 5-Megapixel-Frontkamera mit LED-Blitz und Weitwinkel – das soll optimale Selbstaufnahmen ermöglichen. Die Kamera löst aus, wenn alle gerade lächeln – gute Idee.

Was kostet ein Kartoffelsalat? Vielleicht ein paar Euro. Doch gerade gibt es den teuersten Kartoffelsalat aller Zeiten, finanziert per Crowdfunding. Die Massen im Web finanzieren heute alles Mögliche, ob Konzerte, Events, Möbel, Hardware oder Software – und jetzt eben auch ein Kartoffelsalat. Ein netter Gag. Eigentlich sollten ledigich 10 Dollar zusammenkommen.

Doch die Idee ist eingeschlagen wie eine Bombe. Die Macher des Projekts haben bereits über 60.000 Dollar eingespielt – und haben noch etliche Tage Zeit, weitere Unterstützer zu finden. Wer mitmacht, kann sagen: Ich war dabei, ich habe den teuersten Kartoffelsalat der Menschheitsgeschichte mitfinanziert. Da bereits über 4.500 Leute mitmachen, müsste das schon ein sehr großer Salat werden, damit alle satt werden.

Liebe Grüße,
Ihr Jörg Schieb

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30.06.2014 11:25

Recht auf Anonymität gestärkt, NSA schnüffelt weiter und Click Bait Video

Ein Arzt aus Schwäbisch-Gmünd hat sich über die Beurteilungen eines Patienten in einem Bewertungsportal geärgert. Er hat fälschlicherweise behauptet, mehr als drei Stunden im Wartezimmer gesessen zu haben – und die Patientenakten würden im Wäschekorb gelagert. Der Arzt wollte den anonymen Kommentator auf Schadenersatz verklagen. Er wollte vom Bewertungsportal Sanego wissen, wer die Beurteilungen geschrieben hat. Doch das Portal hat die Daten nicht rausgegeben. Sanego hat sich auf Paragraf 13 des Telemediengesetz (TMG) berufen. Das Gesetz sieht vor, dass Anbieter von Bewertungsportalen und Diskussionsforen ihre Nutzer wirkungsvoll schützen und eine anonyme Nutzung oder unter Pseudonym ermöglichen müssen.

Ich muss zugeben, dass ich zwiegespalten bin, was Bewertungsportale anbelangt. Zum einen lassen sie sich kinderleicht manipulieren, zum anderen können sie aufschlussreich sein. Es gibt keine objektiven Kriterien – und manchmal ist gerade die subjektive Beurteilung interessant. Jeder bewertet, wie er will. Subjektiv. Nach eigenen Kriterien. Und oft genug wird einfach nur Dampf abgelassen. Die möglichen Folgen interessieren viele nicht. Und das alles sogar ohne jemals Verantwortung übernehmen zu müssen, wie das aktuelle Urteil zeigt. Das ist problematisch, da sich jeder hinter dem Privileg der Anonymität verstecken kann. Bedauerlich, dass manche dieses Privileg schamlos missbrauchen. Man kennt das auch aus Internetforen und Kommentarspalten.

Die NSA schnüffelt immer weiter. WDR und NDR liegen Auszüge des Quellcodes vom NSA-Schnüffelprojekt mit dem Namen XKeyScore vor. Im Programmcode ist die IP-Adresse eines deutschen Servers aufgeführt, der besonders intensiv überwacht wird. Die Daten führen zu einem Studenten aus Erlangen, der privat einen Server für das Anonymisierungsnetzwerk Tor betreibt und diesen öffentlich zur Verfügung stellt – wie viele Menschen überall in der Welt.

Die NSA spioniert offenbar jeden aus, der das Tor-Netzwerk auch nur benutzt. Offensichtlich reicht es sogar schon, die Webseite des Tor-Projekts aufzurufen, um von der US-Behörde überwacht zu werden. Man könnte argumentieren, es würden doch einfach nur Daten gespeichert. Terrorismusbekämpfung und so. Doch wer das sagt, ist nicht nur blauäugig (und macht sich keine Vorstellungen, was mit den Daten alles angestellt werden kann und angestellt wird), sondern ignoriert zudem, dass gegen geltendes Recht verstoßen wird und Grundrechte missachtet werden, etwa das Recht auf Privatsphäre oder das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, um nur zwei Beispiele zu nennen. Diese Rechte dürfen nicht einfach so zur Disposition gestellt werden.

“Unfassbar, dass ein Mensch so etwas überlebt.” Es sind Überschriften wie diese, die ausschließlich niedere Instinkte ansprechen, garantiert keinen Inhalt haben – doch leider unglaublich gut funktionieren. Es gibt mittlerweile diverse “Portale” wie Buzzfeed oder Heftig, die auf diese Weise in den Social Media Dumme suchen, die willig genug sind, solche Headlines anzuklicken. “Click Bait” wird das genannt: eine neue Seuche im Netz. Dummheit stirbt leider nicht aus. Da hilft nur Aufkärung – zumindest ein bisschen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Jedenfalls habe ich ein Video entdeckt, das  wunderbar das Phänomen Click Bait erklärt: Unterhaltsam, bissig – und leider wahr. Unbedingt anschauen. Und danach bitte nie wieder auf einen Clickbait-Trick reinfallen.

Liebe Grüße,
Ihr Jörg Schieb

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24.06.2014 15:50

Das Überall-Android, App verhökert Parkplätze und House of Cards in Wien

Google drängt mit Macht in alle Lebensbereiche – und will sein Betriebssystem Android möglichst auf jedem Display sehen. Der Onlinekonzern will in der Smartwatch wie im Auto präsent sein, im Wohnzimmer sowieso – mit Android TV im Fernseher. Dann lassen sich auch Inhalte aus dem Smartphone oder Tablet bequem aufs Fernsehgerät beamen. Alle Geräte sollen miteinander kommunizieren können, das ist das Ziel. Das wäre durchaus auch im Interesse der Verbraucher, so sie denn verschiedene Geräte mit Android-Betriebssystem nutzen.

Mit der Smartwatch lässt sich das Smartphone steuern, mit dem Smartphone der Fernseher, mit dem Handy das Control Panel im Auto – und umgekehrt. Daten sollen problemlos ausgetauscht werden können. Damit das klappt und auch bedienbar bleibt, hat Google eine Art Style Guide für die Benutzeroberfläche. Die Optik ändert sich, alles wirkt aufgeräumter – und alle Entwickler sollen sich daran halten. Mitunter erscheinen Daten und Informationen sogar in 3D-Ansichten, was der Übersicht dienen soll.

Google hat sich eine Menge vorgenommen und will auch in Schwellenländern eine größere Rolle spielen. Mit den Android One will Google ein Smartphone für unter 100 Dollar anbieten. Insbesondere in Schwellenländern gibt es noch Nachholbedarf in Sachen Smartphone, die modernen Geräte sind allerdings viel zu teuer. 100 Dollar ist immer noch eine Menge Geld in diesen Ländern, aber immerhin nicht mehr unerreichbar. Es gibt kaum noch einen Lebensbereich, in den Google nicht vordringen will.

Aus der Abteilung “Gibt es doch gar nicht” ist eine App aus den USA. Eine App, um einen freien Parkplatz in der Innenstadt zu finden. Das ist schließlich überall stressig – auch in San Francisco. Doch dort können Autofahrer jetzt mit der kostenlos erhältlichen App Monkey Parking einen freien Parkplatz ergattern: Einfach in der App nachschauen, wo gleich ein Parkplatz frei wird – und fertig. Schon ist das eigene Auto geparkt. Zeit gespart.

Allerdings werden mit der Park-App öffentliche Parkplätze gemakelt, keine Stellplätze im Parkhaus. Und der Service kostet: 10 Dollar zahlt der ein oder andere schon mal für die Wachablösung am Parkplatz. Die Gebühr bekommt derjenige, der den Parkplatz freiräumt.  Die Stadt San Francisco findet das nicht in Ordnung. Schließlich handelt es sich um öffentliche, frei zugängliche Parkplätze – und daran sollen sich andere nicht bereichern. Die App soll verboten werden. Vollkommen nachvollziehbar.

Die amerikanische Kultserie “House of Cards” mit Kevin Spacey, die in den USA ausschließlich im Netz zu sehen ist, hat einen bemerkenswert gut gemachten Trailer. Jetzt haben zwei Filmemacher aus Österreich den Trailer Bild für Bild nachgestellt – aber mit Motiven aus Wien statt Washington D.C. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen – vor allem der direkte A/B-Vergleich ist interessant.

Liebe Grüße,
Ihr Jörg Schieb

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16.06.2014 15:37

Amazon FirePhone, Yo-App und Live-Internet

Amazon baut jetzt auch Smartphones. Das Fire Phone soll ab Ende Juli in den USA zu haben sein. Ohne Vertrag kostet das Fire Phone stolze 650 Dollar, mit Vertrag ab 200 Dollar. Auch technisch spielt das Amazon-Handy in der oberen Klasse mit. Zwei Besonderheiten hat das Fire Phone zu bieten: Ein 3D-Display, das in der Lage ist, entsprechend präparierte Fotoaufnahmen mit einem 3D-Effekt auszustatten. Kippt der Benutzer das Handy oder verändert er seinen Blickwinkel, dann verändert sich auch das Foto, dadurch bekommt die Aufnahme eine gewisse Tiefe.

Darüber hinaus ist das Fire Phone mit jeder Menge Sensoren ausgerüstet, die alles mögliche einfangen, etwa den aktuellen Blick des Benutzers (so etwas kann auch das Galaxy S5 von Samsung), aber auch Umgebungsgeräusche. Das Smartphone erkennt eine Menge: Musikstücke, die gerade gespielt werden – das kennt man von entsprechenden Apps. Aber auch Filme oder Serien, die gerade im Fernsehen laufen, bei Serien sogar die genaue Episode. Auch Kunstwerke, Lebensmittel oder Kleidungsstücke soll das Gerät erkennen können. Eine Datenbank mit über 100 Millionen Einträgen sorgt dafür, dass vieles vom Smartphone erkannt werden kann. Wenn etwas erkannt wird, erscheinen entsprechende Infos auf dem Display – und in der Regel kann man die Sachen dann auch bei Amazon direkt bestellen. Für Amazon ist das Fire Phone wie ein Einkaufswagen in der Hosentasche: Immer einkaufsbereit.

Bei der SMS dürfen Nachrichten 160 Zeichen lang sein, bei Twitter sind es nur 140 Zeichen. Doch jetzt ist eine App an den Start gegangen, die kann nur zwei Zeichen lange Nachrichten verschicken – und dann auch noch immer dieselben. “Yo“, mehr lässt sich mit der neu herausgekommenen Yo-App nicht sagen. Man schickt seinem Freund ein “Yo” und der ein “Yo” zurück. Yo? Yo! Yo!!

Unerwünschte Kommunikationspartner lassen sich blockieren. Ein Zähler registriert, wie viele Yos man schon verschickt und wie viele empfangen hat. Das erinnert ein bisschen an die Anstupsen-Funktion aus den ersten Tagen von Facebook. Rund eine Million Dollar wurden den Entwicklern nun als Risikokapital zur Verfügung gestellt: Zur Vermarktung. Die Yo-App, die auf iOS und Android läuft, ist skurril genug, um ein Hit zu werden. Schon jetzt kommentieren viele jedes gefallene Tor bei der WM mit einem “Yo”.

Zum Schluss wie immer eine Webseite, die man unbedingt mal gesehen haben muss: The Internet in Realtime. Hier kann man sehen, wie schnell das Internet wächst, wie schnell große Onlineportale neue User einsammeln, wie viele Postings und Tweets verschickt werden – alles in Echtzeit. Beeindruckend.

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Ihr Jörg Schieb

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09.06.2014 12:52

Google Glass verboten, HD-Bilder aus dem All und das Live-Internet

Google Glass kommt jetzt auf den Markt. Ab dem 23. Juni kann jeder die Datenbrille kaufen. Doch nicht alle mögen sie. In vielen Shops und Restaurants in den USA ist Google Glass mittlerweile ausdrücklich verboten. Man muss die Brille ablegen, damit keine Gefahr besteht, dass andere Personen fotografiert oder gefilmt werden. Auch einige Kinoketten verbieten die Brille – zumindest im Vorführsaal. Don’t be a glasshole: So lautet der Tipp von Mashable. Wer so eine schicke Datenbrille trägt, der soll sich auch seiner Verantwortung bewusst sein und nicht rüde in der Öffentlichkeit damit auftreten.

Skybox macht Aufmahmen aus dem All, sowohl Fotos wie Videos – bis zu 90 Sekunden lang. Die Aufnahmen haben HD-Qualität, man sieht sogar Autos oder Radfahrer, die sich bewegen. Gegen entsprechende Bezahlung macht Skybos Aufnahmen aus jedem Winkel der Erde – innerhalb weniger Stunden. Nun hat Google das Unternehmen gekauft, für 500 Millionen Dollar. Google will seine Onlinekarten und Google Earth aufpolieren: Mit Skybox lassen sich ruckzuck aktuelle Bilder besorgen, etwa nach Naturkatastrophen. Rund zwei Dutzend Satelliten sollen schon bald um die Erde kreisen, um jederzeit Aufnahmen machen zu können.

Wie schnell sich doch das Internet entwickelt. Wer es nicht glaubt, sollte sich mal diese Live-Statistik anschauen: Da kann man im wahrsten Sinne des Wortes zuschauen, wie die Nutzerzahlen bei einschlägigen Onlinediensten wie Twitter, Facebook oder Linkedin zunehmen, wie Fotos und Videos angeschaut und hochgeladen werden. Beeindruckend.

 

Liebe Grüße,
Ihr Jörg Schieb

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02.06.2014 12:29

iOS kann Gesundheit, Google verschlüsselt Mails und der D-Day

Auf der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco hat Apple Tausende von Entwicklern versammelt, die Apps und Software für iOS und Mac OS X entwickeln, Apples Betriebssysteme für Mobilgeräte und PCs. Eins scheint klar: Mac OS X und iOS sollen künftig noch stärker zusammenwachsen. So wird beispielsweise der Speicherdienst iCloud erweitert: Hier lassen sich künftig auch ganz normale Dateien ablegen, so ähnlich wie beim populären Vorbild Dropbox.

iOS8 soll im Herbst fertig sein und eine Menge Neuerungen mitbringen, zum Beispiel eine Schnittstelle namens “Healthkit“. Darüber sollen Anbieter Gesundheitsdaten austauschen können, etwa Blutdruck, Puls, Laufleistung und vieles andere mehr. Mobilgeräte könnten so die Gesundheit im Blick behalten. Es wird einfacher, entsprechende Apps zu entwickeln. Ein echter Clou ist die neu vorgestellte Programmiersprache Swift. Damit können Entwickler noch schneller und einfacher Apps programmieren, die auf iOS oder Mac OS X laufen. Die Hürde, eigene Apps zu entwickeln, hängt dadurch deutlich niedriger. Neue Geräte hat Apple auf der Konferenz weder gezeigt noch angekündigt.

Ein Jahr nach Edward Snowden will Google die Sicherheit von E-Mails erhöhen. Der Konzern tüftelt an einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Nachrichten, die mit Hilfe von Google Mail verschickt werden. Die Daten werden mittels OpenPGP komplett verschlüsselt übertragen, vom Rechner zum Server und vom Server zum Rechner. Ein Abhören und Mitlesen der Daten wird dadurch unmöglich gemacht. Google entwickelt zu diesem Zweck an einer Erweiterung für den Google-Browser Chrome.

Wer  die sichere Verschlüsselung verwenden möchte, muss seine E-Mails im Webmailer schreiben und zudem Chrome verwenden. Noch befindet sich die Erweiterung in der Entwicklung. Experten verstehen den Vorstoß von Google auf die Schnüffeleien der NSA, die den amerikanischen Onlinediensten mächtig auf die Nerven geht.

Animated GIFs sind Bilddateien, die sich verändern – Minivideos, verpackt in einer Bilddatei. Die Auflösung ist zwar nicht so dolle, sie haben aber einen Vorteil: Man kann die GIF-Bilder in Webseiten verpacken und im Browser angucken. Hier gibt es eine schöne Liste mit animierten GIFs, die nie enden wollen.

 

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Ihr Jörg Schieb

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28.05.2014 13:53

Open Content, Schlichtungsstelle für Links und Selfie-Video

In der vergangenen Sendung haben wir das Thema OpenContent aufgegriffen. Inhalte, die von Freiwilligen bereitgestellt und von der Allgemeinheit kostenlos genutzt werden können. Bestes Beispiel für dieses Konzept ist Wikipedia. Es gibt aber auch OpenContent-Filme, die mit der OpenSource-Software Blender erstellt wurden – von Dutzenden Menschen, die sich mit Animationsfilmen auskennen. Die Ergebnisse wie Big Buck Bunny oder Sintel kann sich jeder im Netz anschauen. Aber mehr als das: Auch alle Elemente des Films, ob Musik, Soundeffekte, Filmszenen oder sogar die 3D-Modelle der Figuren können geladen und genutzt werden – frei, für andere Projekte.

Der europäische Gerichtshof hat klargestellt: Google muss unter bestimmten Umständen Links aus den Suchergebnissen entfernen, wenn eine Privatperson sich dadurch verunglimpft fühlt, wenn die Fundstellen im Netz der Reputation schaden – und die Informationen, auf die verlinkt wird, schon recht alt sind. Die Bundesregierung plant, eine Art Schiedstelle einzuführen, damit Google nicht allein entscheidet, welchen Anträgen stattgegeben wifd und welchen nicht. In der Schiedstelle sollen auch Experten in Sachen Datenschutz sitzeb, etwa Vertreter der Datenschutzbeauftragten. Wann die Schiedstelle startet, steht allerdings noch nicht fest.

Beim Stöbern habe ich jetzt ein ganz besonderes Selfie entdeckt. Ein Video-Selfie. Ein Mann ist mit seinem Motorad durch 36 Länder gefahren, hat dabei 200.000 Kilometer zurückgelegt und war 600 Tage unterwegs. In seinem lesenswerten Tagebuch wurden immer wieder Videos veröffentlicht. Jetzt gibt es einen Zusammenschnitt seiner Videos.

Liebe Grüße,
Ihr Jörg Schieb

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21.05.2014 13:58

Netflix kommt, Identity Check und sprechender Aufzug

Netflix kommt nach Deutschland. So richtig hat die Nachricht jetzt keinen vom Hocker gehauen, denn damit wurde schon lange gerechnet. Doch jetzt steht es fest: Der mit 48 Millionen Kunden weltweit erfolgreichste Anbieter von Videos, Filmen und Serien im Stream kommt auch auf den deutschen Markt, wohl um dem September herum. Netflix ist bekannt dafür, sogar eigene Inhalte wie “Hous of Cards” zu produzieren. Eine Serie, die es ausschließlich online zu sehen gibt und nicht im Fernsehen – und die preisgekrönt ist.

Den deutschen Markt wird das aufwirbeln, denn Anbieter wie Watchever, Amazon und Maxdome müssen sich nun mit dem Größten der Branche messen lassen. Vermutlich werden alle ihr Angebot aufstocken, mehr und auch aktuelle Filme und Serien einstellen – und möglicherweise sinken sogar die Preise. Amazon verlangt für sein Amazon Prime Instant Video lediglich 50 EUR im Jahr, also etwa 4 EUR im Monat, während andere Anbieter 8 bis 9 EUR im Monat nehmen. Es bleibt abzuwarten, ob solche Preise zu halten sind.

Wer wissen will, wie sicher die eigene Identität im Netz ist, sollte man den neuen Identity Leak Checker vom Hasso Platter Institut aufrufen. Einfach E-Mail-Adresse eingeben – und abwarten. Wenn die eigene Mail-Adresse in einer der zahlreichen Hacker-Foren und Datenbanken auftaucht, bekommt man eine Nachricht. Da steht dann auch, welche Daten öffentlich zugänglich sind, etwa das Passwort, das Geburtsdatum, die Adresse etc. Bekommt man eine Nachricht, sollte man handeln – bekommt man keine, ist das ein gutes Zeichen. Unbedingt mal ausprobieren!

Richtig gelacht habe ich bei diesem Video: Hier steigen Leute in den Aufzug, und es wird ihnen gesagt, sie könnten den Aufzug per Sprachbefehl steuern. Wen überrascht so etwas heute noch? Also machen alle mit… Allerdings mit unterschiedlichem Erfolg, denn im Hintergrund sitzen zwei junge Männer, die sich einen Spaß mit den Aufzugbesuchern erlauben. Die Reaktionen der Fahrgäste sind witzig.

Liebe Grüße,
Ihr Jörg Schieb

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