Liebe Internet-Freunde,

den ARD-Ratgeber Internet gibt es nur etwa alle vier Wochen – in der Zwischenzeit kann viel passieren. Macht nichts, denn dank Update bleiben Sie in der Zwischenzeit auf dem Laufenden: In dem wöchentlichen Videoblog berichtet ARD-Internetexperte Jörg Schieb, was in der Woche Spannendes passiert ist: Neue Trends, aktuelle News und interessante Fundstellen – alles, was Sie wissen müssen.

22.04.2014 14:13

Cloudup, TL;DR Wikipedia und Pathé News

Wer Fotos, Videos oder Links mit anderen austauschen oder teilen möchte, sollte sich mal Cloudup anschauen. Noch ist der Dienst nicht offiziell gestartet, aber man kann seine E-Mail-Adresse hinterlassen – und bekommt dann in der Regel nach einigen Tagen eine Einladung, um Cloudup zu nutzen. Cloudup ist praktisch: Hier lassen sich per Drag and Drop Fotos oder Videos abelegen, die dann Freunde sehen können. Man kann aber auch Links verteilen und die Inhalte bei Bedarf auch mit einem Passwort absichern. Jede einzelne hochgeladene Datei darf maximal 200 MByte groß sein – und 1000 Inhalte können hochgeladen werden. Cloudup bietet somit 200 GByte Speicherplatz kostenlos an. Eine neue, sehr innovative Art und Weise, um Medien und Inhalte zu teilen.

Spannend auch der neue Tumblr-Blog TL;DR Wikipedia. Hier gibt es täglich einige Begriffe erklärt, und zwar ultrakurz – in ein, zwei Sätzen, meist ironisch, bissig. Beispiel: Jacuzzi. Ein Jacuzzi ist ein Hersteller von Whirlpool-Wannen, die mit Unterwasser-Düsen ausgestattet sind, die den Benutzer mit einem warmen Strom von Bakterien versorgen. Bis heute ist nicht klar, wer den Tumblr-Blog betreibt – aber man vermutet, dass Profis dahinter stecken, denn der Blog ist einfach zu gut gemacht.

Sehenswert auch das: Rund 80.000 Filme der angesehenen britischen NachrichtenagenturPathé News sind jetzt im Videoportal gelandet, und zwar im extra eingerichtetenKanal British Pathé. Was es da zu sehen gibt, ist wirklich beeindruckend: EineDokumentation über die Hindenburg, einBericht über Marilyn Monroe oder Filmmaterial (ohne Ton) von der Hochzeit von Queen Elizabeth II. mit dem Duke of Edinburgh.

British Pathé hat jahrzentelang über alles berichtet, was wesentlich war, von 1910 bis 1976. Zusammen mit Mediakraft Networks in München hat British Pathé das üppig gefüllte Archiv nun komplett bei Youtube eingestellt. Rund 3.500 Stunden Filmmaterial insgesamt. Auf derWebseite von British Pathé gibt es schon länger Filme und Berichte kostenlos zu sehen, hier sogar bis ins Jahr 2011. Fest steht: Das Ganze ist eine wahre Fundgrube für alle, die sich für Geschichte interessieren. So manches soll später auch in andere Sprachen übersetzt werden. Da die Videos mit Werbung versehen sind, verdienen die Anbieter gut an den Inhalten.

Liebe Grüße,
Ihr Jörg Schieb

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14.04.2014 11:16

Heartbleed, Cachemonet und Ratten-Video

Experten haben ein erhebliches Sicherheitsleck in OpenSSL entdeckt. In den Medien bekannt geworden als Heartbleed. Hacker können über das Sicherheitsleck in Computer einbrechen und dort nicht nur die Schlüssel stehlen, sondern auch Daten aus dem Speicher auslesen. Benutzernamen, Passwörter, Kreditkartendaten, sensible Daten – alles, was man aus gutem Grund verschlüsselt, steht den Cyberdieben dann im Klartext zur Verfügung.

Ein absoluter GAU, denn OpenSSL wird nahezu überall eingesetzt. Web-Server, Datenbanken, E-Mail-Programme, Bank-Software: Viele Programme verwenden OpenSSL, um sichere Datenverbindungen zu ermöglichen. Es gibt zwar Alternativen, aber OpenSSL ist besonders beliebt, weil eigentlich sehr stabil, verlässlich und OpenSource, also kostenlos verfügbar. Betroffen ist ausnahmslos jeder, der das Internet nutzt. Denn OpenSSL kommt ständig zum Einsatz: Beim Login, beim Übertragen sensibler Daten, bei der Fernsteuerung eines anderen Rechners – OpenSSL ist garantiert im Einsatz. Egal, ob man mit PC, Tablet, Smartphone oder Smart-TV online geht.

Das Sicherheitsproblem ist längst gestopft. Jetzt muss aber überall, wo OpenSSL verwendet wird, das Update eingespielt werden, in jeder einzelnen Software. Das kann dauern, bis das Sicherheitsleck überall gestopft ist. Wer überprüfen will, ob eine Webseite das Sicherheitsleck noch hat, verwendet diesen Onlinetest. Auch Internetbenutzer müssen in den nächsten Tagen  ihre Software aktualisieren, etwa Betriebssystem, Browser, E-Mail-Software oder Banking-Programme. Auch Smartphones werden aktualisiert werden müssen. Da kommt was auf die Benutzer zu. Außerdem sollte man die Passwörter der wichtigsten Onlinekonten erneuern.

Aus den Boxen tönen typische Computergeräusche. Sound, die Windows in seinen unterschiedlichen Versionen beim Hoch- und Runterfahren, beim Aufpoppen von Fehlermeldungen oder beim Abrufen von E-Mails abspielt. Eine Endlosschleife dieser Sounds, die in jedem Büro zu hören sind, bereichert um Tastaturgeräusche und andere Soundeffekte – kunstvoll zusammengeschnitten, so dass eine eigene Melodie entsteht. Unter www.cachemonet.com kann sich jeder die ungewöhnliche Komposition anhören.

Doch es gibt nicht nur was zu hören, sondern auch zu sehen. Auf dem Bildschirm erscheint eine bunte Auswahl von Logos, Icons und Minigrafiken, die – hundertfach wiederholt – über den Bildschirm gleiten. Die Logos von Netscape, Nintendo, Windows oder MS-DOS erscheinen, danach Wölfe, Katzen und Cartoonfiguren, stets in grober Klötzchengrafik, als Animated GIF, animierte Minigrafik. So, wie man das vor gut zehn Jahren auf Webseiten gesehen hat.

Wer in New York City lebt, der weiß insgeheim, dass er mit Ratten leben muss: Es gibt Millionen von Ratten, vor allem in der Kanalisation, aber auch in der U-Bahn. Man sieht sie nur in der Regel nicht. Doch die moderne Ratte fährt U-Bahn. In einem Zug des New Yorker A-Train in Richtung Brooklyn ist Montag eine Ratte mitgefahren – ohne Ticket zu lösen, ist anzunehmen, aber eine kleine Panik auslösen konnte der Vierbeiner schon. Während manche Fahrgäste eher belustigt zuschauen, haben sich andere schreiend und fast schon hysterisch auf die Sitzbänke gestellt. Das kleine Videodokument entwickelt sich zum Renner auf Youtube.

Liebe Grüße,
Ihr Jörg Schieb

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09.04.2014 13:39

Sicherheit beim Login, Windows XP Sicherheit und Sicherheit im Netz

Diesmal möchte ich mich vor allem mit dem Thema Sicherheit beschäftigen – es ist einfach so wichtig. Die Staatsanwalt Verden hat einen Datenklau im großen Stil entdeckt: Die Fahnder sind auf rund 18 Millionen aktive Datensätze gestoßen, bestehend aus E-Mail-Adresse und Passwort. Auch die Konten deutscher Nutzer sind darunter. Experten gehen von etwa drei Millionen betroffener User bei verschiedenen großen Anbietern aus.

Hat jemand Zugang zum E-Mail-Postfach, kann er im Namen und auf Kosten des Opfers einkaufen. Außerdem lassen sich darüber in der Regel auch andere Konten übernehmen, etwa in die Passwörter zurückgesetzt werden. Die landen dann im – gekaperten – Mail-Postfach. Auf der eigene beim BSI eingerichteten Webseite kann jeder überprüfen, ob auch seine E-Mail-Adresse betroffen ist – oder ein Onlinezugang mit seiner E-Mail-Adresse als Benutzername.

Wer Sorge hat, dass sein Mail-Zugang betroffen ist (oder sogar Gewissheit), sollte dringend das Passwort für das Mail-Postfach ändern. Darüber hinaus ist es ratsam, die Zwei-Wege-Authentifizierung beim Mail-Anbieter zu aktivieren und zu nutzen, sofern diese angeboten wird. Bei der Zwei-Wege-Authentifizierung wird neben dem Passwort noch ein Code erwartet, der im eigenen Handy erzeugt wird. Das Passwort allein nutzt einem Hacker oder Datendieb dann nichts.

Apropos Sicherheit: Dass Microsoft den Support für das immer noch populäre Windows XP beendet, ist sicherlich nicht gerade ein Glücksfall. Denn Windows XP ist immer noch auf vielen Rechnern im Einsatz. Doch es hilft alles nichts: Wenn keine Sicherheitslecks mehr gestopft werden, kann man auch nicht mehr bedenkenlos Windows XP benutzen. Auf Dauer sollte man umsteigen.

Windows 7 und Windows 8 haben allerdings den Nachteil, dass diese modernen Versionen der Fenster-Software mit alter Hardware nicht klar kommen. Dann muss auch neue Hardware her – und das kostet. Oder man wechselt zum kostenlosen Ubuntu. Dieses Betriebssystem läuft auch auf altern Rechnern, ist kostenlos und in punkto Bedienkomfort mittlerweile auch nicht schlecht. Mit ein paar Tricks kann man sogar alte XP-Software darunter laufen lassen.

Wie viele Bedrohungen aus dem Intenret existieren, zeigt eine interaktive Karte eines Anbieters von IT-Sicherheitssoftware. Hier ist zu sehen, wo auf der Welt gerade gehackt wird oder wo Schad-Software aktiv ist. Man kann gezielt nach Ländern oder Bedrohungsarten suchen oder filtern. Sieht interessant aus – ist darüber hinaus aber auch nützlich.

Liebe Grüße,
Ihr Jörg Schieb

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01.04.2014 15:13

Office auf dem iPad, Google Naps und Panoramaansichten von NYC

Word, Excel und Powerpoint sind die mit Abstand populärsten Programme in der Windows-Welt. Praktisch jeder kennt die Programme und die meisten nutzen zumindest Word und Excel. Doch im boomenden Tablet-Markt spielte Microsoft Office bislang keine so große Rolle – weil Microsoft es so wollte. Word, Excel und Powerpoint gab es bislang ausschließlich für Microsoft Surface, das Tablet von Microsoft.

Das ändert sich jetzt. Ab sofort gibt es Word, Excel und Powerpoint auch für Apple iPad. Ein Markt von 200 Millionen Nutzern, den Microsoft nicht mehr brach liegen lassen wollte. Der Download der Apps ist kostenlos. Mit der Gratisversion der Software kann man allerdings lediglich Dokumente betrachten. Dokumente erstellen oder bearbeiten geht nur, wenn man Office 365 abonniert. Das ist die Cloud-Lösung von Microsoft Office: Für 10 EUR im Monat oder knapp 100 EUR im Jahr kann ein Benutzer dann auf bis zu fünf verschiedenen Geräten Office nutzen, neben PC und Smartphone auch auf dem Tablet und jetzt eben auch auf dem iPad. Dokumente lassen sich in der Microsoft-Cloud speichern und stehen auf jedem Gerät zur Verfügung.

Den Online-Kartendienst Google Maps kennt jeder. Doch jetzt gibt es auch Google Naps: Eine Parodie auf Google Maps, sagen die Betreiber. Aber eine Parodie mit durchaus sinnvollem Nutzen: Hier kann man sehen, wo man komfortabel und gemütlich und in freier Natur ein kleines Schläfchen (“Nap”) machen kann. Jeder kann sein Lieblingsplätzchen markieren und mit einem Kommentar versehen. Die Idee dafür ist in den Niederlanden entstanden; so finden sich derzeit auch die meisten Tipps für schöne Plätze für ein Nickerchen in Holland. Aber das wird sich schnell ändern, denn in Deutschland wird Goole Naps immer bekannter – und beliebter.

Nicht jeder traut sich auf die Aussichtsplattform vom hohen Gebäuden. Der Ausblick vom neuen One Tade Center in New York City ist es aber wert. Man kann es auch mal online probieren, denn das Time Magazine hat spektakuläre Panoramaansichten von dort oben festgehalten. Ab sofort kann jeder das Panorama von einem der höchsten Gebäude der Welt genießen und die Skyline von Manhatten erkunden. Atemberaubend.

Liebe Grüße,
Ihr Jörg Schieb

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25.03.2014 15:02

Google Chromecast, Türkei ohne Twitter und Europahymne in Odessa

In den USA ist der daumengroße Stick schon lange ein Renner. Wer den Stift auf die HDMI-Buchse seines Fernsehers steckt, macht aus einem handelsüblichen Fernseher im Handumdrehen ein Smart-TV mit Internetanbindung. Chromecast erlaubt, Webseiten, Fotos und Filme auf dem Fernseher anzuzeigen, indem sie aufs Gerät gestreamt werden. Auch Musik hören ist damit möglich.

Technisch gesehen ist der Stick eigentlich nur ein Empfänger, der per WLAN Kontakt zum Internet herstellen kann und Daten von anderen Geräten wie Smartphones oder Tablets entgegennimmt. Hat man einen Fernseher mit Chromecast-Stick in der Nähe, lässt sich in vielen Apps auf Android- oder Apple-Geräten die Ausgabe auf den Fernseher umlenken. Der Fernseher wird praktisch zum Display des Smartphones oder Tablets. Fotos, Videos oder Filme machen auf einem HD-Fernseher einen ganz anderen Eindruck. Auch lassen sich Filme aus den Online-Videotheken von Watchever oder Google Playstore auf Chromecast anschauen.

Preislich liegt Chromecast mit 35 EUR im absolut unteren Bereich. Vergleichbare Produkte wie Apple TV oder Videoweb kosten 110 bis 150 EUR und sind deutlich teurer. Auch mit diesen Geräten lassen sich Internetinhalte auf dem Fernseher anzeigen. Videoweb unterstützt sogar die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender, was Chromecast und Apple TV nicht können.

“Twitter und solche Sachen werden wir ausrotten!” Klingt nach dem Zitat eines Diktators und ist die Aussage des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan. Immer wieder droht Erdogan damit, sozialen Medien wie Facebook und Twitter den Garaus zu machen: Weil ihm die kritischen Stimmen auf diesen Kanälen missfallen, Kritik, die Erdogan gerne als Lügen diffamiert. Jetzt hat Erdogan Ernst gemacht: Seit Freitag ist Twitter in der Türkei tatsächlich nicht mehr erreichbar.

Doch die Türken nutzen Schlupflöcher und technische Tricks, um Twitter auch weiterhin zu nutzen. Auch diese Schlupflöcher (etwa die DNS-Adresse 8.8.8.8) versucht die türkische Regierung zu stopfen. Was nicht verhindert, dass jede Menge witziger und bissiger Karikaturen getwittert werden.

Das Netz ist heute überall – und kann bewegen. Wenn es anders wäre, dann würde der türkische Ministerpräsident ganz sicher nicht mit aller Macht Twitter abschalten wollen… Jetzt habe ich ein Youtube-Video entdeckt, das berührt und ohne Worte eine Aussage macht: Die Menschen in der Ukraine wollen zur EU gehören. Jedenfalls die Menschen, die sich heute im Hafenmarkt in Odessa, Ukraine, zu einem Flashmob zusammengefunden und dort die Europahymne zum Besten gegeben haben.

Wer genau hinsieht, der erkennt: Erst schauen die Leute etwas verunsichert. Manche machen mit ihren Smartphones Fotos oder Videos. Doch mit der Zeit, die Musik wird immer lauter, weil immer mehr Musiker aus dem Flashmob mitspielen und später dann auch Sänger dazu kommen, mit der Zeit singt auch das Publikum mit. Eindrucksvoll und berührend.

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Ihr Jörg Schieb

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14.03.2014 14:56

Cebit 2014, Big Data, 25 Jahre Web und Suchmaschine für Musik

Das Thema schlechthin auf der Cebit 2014 war Big Data: Damit ist gemeint, dass möglichst viele Daten gesammelt werden, um diese dann für alle möglichen Zwecke auszuwerten – von Onlinediensten, Firmen und Behörden. Das Problem: Welche Daten erhoben werden und welche Analysen damit erstellt werden, darauf hat man als Konsument keine Kontrolle. Welche Risiken damit verbunden sind, erklären wir auf unserer Homepage vom ARD Ratgeber Internet.

Mein Tipp: Die eigenen Daten auf möglichst viele Onlinedienste verteile, das reduziert die Transparenz bei jedem einzelnen Dienst. Außerdem sollte man öfter auch deutsche Angebote nutzen, etwa den Mail-Dienst Posteo oder mail.de.

Das Web feiert diese Woche Geburtstag: 25 Jahre World Wide Web. Da ist eine Menge passiert. In einem kleinen Special von wdr.de kann man die wichtigsten Meilensteine des WWW nachlesen. Alles beginnt mit der Idee fürs WWW über mobile Webnutzung bis hin zur Entstehung sozialer Netzwerke.

Mein Surftipp für diese Woche: Eine Suchmaschien für Musik: covr.fm findet Coverversionen von Musikstücken. Einfach den Namen des Künstlers oder Titels eingeben, und covr präsentiert Coverversionen, meist als Video. So findet man Musik, die einem garantiert gefällt – und auf die man sonst nie gestoßen wäre.

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Ihr Jörg Schieb

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10.03.2014 09:59

VPN nutzen, kostenlose Agenturfotos und Telefon mit Wählscheibe

Wer sich in ein offenes WLAN begibt, sollte dringend darauf achten, dass möglichst überall eine sichere Datenverbindung besteht, also auf das https:// in der Adresszeile des Browsers achten. Wenn es keine sichere Datenverbindung gibt, sollte man auch keine Logindaten eingeben. Noch besser ist es, in offenen WLANs ein Virtual Private Network zu nutzen. So ein VPN ist ein abhörsicherer Kanal. Unter vpnanbieter.net gibt es eine gute Übersicht über VPN-Anbieter: Was kosten sie, wie viele Geräte und welche Protokolle werden unterstützt? Ein guter VPN-Anbieter, der einen nicht unnötig ausbremst, kostet drei bis vier Euro im Monat.

Getty Images ist eine der angesehensten Bildagenturen weltweit. Hier versorgen sich Redaktionen und Werbetreibende, aber auch viele Onlinedienste mit professionellen Fotos. Zu den günstigsten Anbietern gehört Getty Images ganz sicher nicht, eher zu den teuren. Umso überraschender, dass Getty Images die Fotos aus seinem Portfolio jetzt zum nicht-kommerziellen Einsatz im Web kostenlos anbietet. Jeder kann entsprechend markierte Fotos aus dem Getty-Images-Archiv in seine Webseite oder sein Blog einbinden – kostenlos.

Millionen Fotos stehen zur Auswahl. Einfach im Angebot stöbern. Wenn eine entsprechende Kennzeichnung vorhanden ist, lässt sich ein HTML-Code erzeugen. Den fügt man in seine Webseite ein, schon erscheint an der Stelle das gewünschte Foto, mit den nötigen Hinweisen zum Urheber und Backlink zu Getty Images. Es fallen keine Gebühren an. Für private User und Blogger eine willkommene Möglichkeit, kostenlos hochwertige Fotos nutzen zu können.

Besonders witziges Video: Schüler, die alle noch nie ein Telefon mit Wählscheibe gesehen haben – und jetzt zum ersten Mal eins in die Hand gedrückt bekommen. Sie wissen einfach nicht, was sie damit anstellen sollen. Beste Frage: Wie kann ich damit denn eine SMS schreiben, bitte? Gar nicht…

Liebe Grüße,
Ihr Jörg Schieb

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28.02.2014 15:44

Nokia mit neuer X-Serie, die besten Apps und Flappy Bird selbst gebaut

Nokia hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona  für eine ordentliche Überraschung gesorgt: Die neuen Smartphones der X-Serie laufen mit Android, präsentieren sich aber trotzdem mit Kachel-Optik und nahezu komplett ohne Google-Dienste. Ein kleiner Coup, schließlich wurde Nokia vor einer Weile von Microsoft gekauft. Da erwartet man, dass das Unternehmen Smartphones baut und verkauft, die mit Windows Phone laufen. Der Handyhersteller hat gleich drei neue Modelle vorgestellt, sie alle laufen mit Android – und sie alle liegen preislich unter 100 EUR. Eine klare Kampfansage.

Nachdem Facebook den Messenger Whatsapp übernimmt, denken viele darüber nach, eine Alternative zu benutzen. Stiftung Warentest hat in diesem Test überprüft, welche Instant Messenger in punkto Datensicherheit am ehesten empfehlenswert sind. Die Tester haben überprüft, ob die Apps Nutzerdaten verschlüsseln und welche Informationen sie an wen übertragen. Bei der Bewertung stand der Datenschutz im Vordergrund, nicht die Bedienbarkeit oder die Frage, ob und wie viele Menschen man mit der jeweiligen App erreicht. Threema ist für iOS und Android erhältlich und kostet 1,79 EUR im App-Store von Apple und Google.

Mittlerweile ist der kleine, flapsende Pixel-Vogel Flappy Bird nicht mehr in den App-Stores vertreten. Doch es gibt Alternativen. Besonders reizvoll und sympathisch finde ich das interaktive Baukastensystem von code.org. Der Spieler muss Bausteine aus dem Baukasten geschickt kombinieren, dass dabei ein funktionierendes Spiel herauskommt. Das auf diese Weise per Klick zusammengestellte Spiel lässt sich testen, also spielen. Codeschnipsel gibt es auf Wunsch auch zu sehen. Eine schöne Lehrstunde in Sachen Programmierung – im Baukastensystem.

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Ihr Jörg Schieb

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21.02.2014 14:42

Alternativen zu Whatsapp, Amazon senkt Preise für Video on Demand und NBC-Anchor rappt

Facebook hat Whatsapp gekauft und unglaubliche 19 Milliarden Dollar dafür bezahlt. Klar, dass das Geld wieder reinkommen muss. Facebook wird Daten sammeln und auswerten. Das macht Whatsapp für viele nicht unbedingt attraktiver. Nicht wenige suchen nach Alternativen. Zwei bieten sich da besonders an: Threema aus der Schweiz kostet zwar knapp 2 Euro, bietet dafür aber Chats mit Verschlüsselung und Datenschutz. Hier kann keiner mitschneiden, hier kann keiner Daten abgreifen. Bei Telegram sieht es ganz ähnlich aus, hier lassen sich Nachrichten sogar mit einem Verfallsdatum versehen. Nach einer bestimmten Zeitspanne (10 Sekunden, Minuten, Stunden, Tage) verschwinden die Nachrichten automatisch wieder, auch auf dem Gerät des Empfängers. Chats und Nachrichten werden dadurch vergänglich – für viele reizvoll.

Streamingdienste wie Spotify für Musik oder für Filme und Serien boomen gerade. Schon für 5 Euro im Monat kann man auf Millionen Songs zugreifen, bei Video-Streamingdiensten zahlt man meistens nur acht, neun Euro im Monat und kann sich dafür Tausende von Filmen und Serien anschauen. Doch es geht noch günstiger: Der Onlineversender Amazon bietet ab Ende Februar in Deutschland kostensloses Videostreaming an. Premiumkunden können dann auf 12.000 Filme und Serien zugreifen. Nicht unbedingt die aktuellsten Produktionen, aber durchaus auch nicht nur Klassiker.

In den Genuss des neuen Angebots kommen Prime-Kunden von Amazon. Wer rund 29 Euro im Jahr bezahlt, muss keine Portokosten mehr übernehmen und bekommt Pakete schneller zugestellt. Ab Ende Februar steht Prime-Kunden auch eine gut gefüllte Online-Videothek zur Verfügung. Die Filme lassen sich nicht nur auf dem PC, sondern auch auf Smartphones oder Tablets anschauen oder bei entsprechender technischer Ausstattung auch auf dem Fernseher. Dafür verlangt Amazon dann allerdings 50 Euro im Jahr. Trotzdem günstig, denn Wettbewerber wie Watchever oder Maxdome kosten locker das Doppelte, lassen sich allerdings monatlich kündigen.

In der Jimmy Fallon Show wurde jetzt ein Video gezeigt, das humorvoll und beeindruckend zugleich ist: NBC Nachrichten-Anchor Brian Williams rappt im amerikanischen Fernsehen das berühmte Rappers Delight von The Sugarhill Gang. Beeindruckend, der Zusammenschnitt von NBC-Mann Williams. Ich habe schon viele andere Zusammenschnitte dieser Art gesehen, etwa von Barack Obama, aber der Williams Mashup schlägt alle. Technisch perfekt gemacht, das klingt wie aus einem Guss. Wenn dann auch noch die Kollegen im Video auftauchen, die mitrappen, ist das Video endgültig perfekt. Unbedingt anschauen!

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Ihr Jörg Schieb

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17.02.2014 13:10

Flappy Bird ausgeflogen, Bitcoin in der Krise und Instagram à la 80er Jahre

Noch in der letzten Ausgabe habe ich über den erstaunlichen Erfolg der Game-App Flappy Bird berichtet. Jetzt ist die Sache zu Ende: Flappy Bird fliegt nicht mehr. Der Entwickler des Spiels, ein eher medienscheuer Vietnamese, hat das Spiel wieder aus den App-Stores von Apple und Google entfernt. Ihm war der Rummel einfach zu viel geworden. Mittlerweile gibt es diverse Trittbrettfahrer. Spiele, die auch “Flappy” im Titel führen – aber dort fliegen Hunde, Schweine, Fische und anderes Getier. Nach und nach sollen diese wenig einfallsreichen Apps aus den App-Stores wieder verschwinden. Apple und Google wollen keine Nachahmungstäter. Kaspersky warnt sogar vor einigen dieser kostenlosen Apps: Manche generieren Kosten über Premium-SMS oder enthalten Trojaner.

Die Krypto-Währung Bitcoin erfreut sich großer Popularität – bei den Spekulanten. Innerhalb weniger Wochen hat sich der Kurs verzehnfacht, um anschließend innerhalb kürzester Zeit wieder um 75% zu fallen. Kriminelle nutzen die Währung, um ihr Geld zu waschen. Und sie beklauen sich gegenseitig: Gerade erst wurde einem Drogen-Portal Bitcoins im Wert von mehreren Millionen Euro entwendet. Nur eins kann man mit der Währung praktisch nicht: Etwas im Netz bezahlen. Die Onlineshops, die Bitcoin akzeptieren, kann man mit der Lupe suchen. Interessanter scheint da die Alternative Ripple zu sein. Hier steckt zwar ein Unternehmen dahinter, aber dafür kann man schnell, bequem und nahehzu ohne Transaktionskosten im Netz bezahlen – in jeder beliebigen Währung. Das könnte interessant werden.

Natürlich habe ich auch diesmal wieder eine witzige Fundsache: Wenn es Instagram bereits in den 80er Jahren gegeben hätte, dann hätte der Service vielleicht so ausgesehen wie in diesem Video. Fotos werden mit den bescheidenen Mitteln von damals am Rechner nachbearbeitet und auf Kassette gespeichert – und per Post an Freunde verteilt. Hübsch erklärt, in der Ästhetik der 80er Jahre. Viel Spaß mit dem Video.

Liebe Grüße,
Ihr Jörg Schieb

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